Rückblick zur Veranstaltung Krügel im Gespräch: „Was bedeutet es Welterbe zu sein?“

Der Bürgermeisterkandidat für die Stadt Bad Ems, Oliver Krügel, hatte seine Gesprächsreihe „Krügel im Gespräch“ am vergangenen Freitag begonnen. Bezüglich der Bewerbung der Stadt Bad Ems, eines der elf „Great Spas of Europe“ zu werden, konnte Frau Claudia Schwarz, Vorsitzende Informationsveranstaltung gewonnen werden. Als Experte für die kommunalen Belange war des UNESCO Welterbestätten Deutschland e.V., für diese Udo Rau zu Gast. Rund 50 Gäste fanden den Weg in das Bad Emser Badhaus. Zunächst stellte Krügel erste wichtige Fragen an die beiden Experten. Im zweiten Teil konnten ebenfalls die Gäste ihre Fragen an die drei Hauptakteure stellen.  Unter der Kernfrage „Was bedeutet es Welterbe zu sein?“ verdeutlichte Schwarz, dass außergewöhnliche Zeugnisse menschlicher Schaffenskraft für die Nachwelt erhalten werden müssen. Genau dies soll durch die UNESCO und die Anerkennung des Welterbes umgesetzt werden. „Zudem ist es von Bedeutung ein Welterbe touristisch zu vermarkten und somit auch Bildungsaufträge spielerisch zu erfüllen“, so Schwarz.
Bad Ems Krügel
Des Weiteren sei es laut Schwarz wichtig die Bürger/innen für „ihr“ Welterbe zu sensibilisieren. Uwe Bruchhäuser meinte dazu: „Manchmal wissen wir gar nicht, wie toll wir hier leben.“ Und sicherte zudem Unterstützung durch die Verwaltung zu. „Allerdings ist der Erwerb des Titels Welterbe nicht nur Würde, sondern auch Verpflichtung!“, betonte Rau. Dabei sei nicht nur der Erhalt der Stadtbilder aller Bewerber von Bedeutung, sondern auch eine enge Zusammenarbeit dieser und der UNESCO. Am Beispiel des Rheintals verdeutlichte Schwarz nochmals das große touristische Potential sowie das erhebliche mediale Interesse, welches mit der Anerkennung des Welterbes entstehen würde. Auch Rau betonte ebenfalls die große Chance, die er im Welterbe sieht: „Bad Ems war im 19. Jahrhundert ein europäischer Treffpunkt Intellektueller. Der Kurort könnte wieder ein Anziehungspunkt für Europa werden.“ Bei der Frage wie das Welterbe gelebt werden sollte, seien laut Rau nicht nur die Stadt, sondern auch die Bürger gefragt. In der Fragerunde der Zuschauer wurde deutlich, dass diese sich um das Stadtbild und insbesondere das Bestehen von Sichtachsen sorgen. Bürgermeisterkandidat Krügel verdeutlichte, dass die Stadt und damit der künftige Stadtrat die Verantwortung für das Welterbe Gestaltungssatzung für Gebäude, insbesondere in der Kern- und Pufferzone, die durch einen und den Erhalt des Status haben. Seiner Ansicht nach bedarf es einer entsprechenden Gestaltungsbeirat vorzubereiten sei. „Dabei ist darauf zu achten, dass besonders Bürger und Fachleute diesem Beirat beiwohnen!“ Der Stadtrat bleibt in seinen Rechten unberührt und muss letztlich die Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen. Zum Schluss versicherte Schwarz nochmals: „Die UNESCO muss spüren, dass die Menschen das Welterbe wollen!“ Krügel ist dem positiv gestimmt und sieht die Anerkennung des Welterbes als Gewinn an. Fazit: „Wir wollen Welterbe werden!“