CDU Loreley informiert: Anfrage im Landtag zum Thema „Kommt die Umgehungsstraße für Braubach?

Vergangenes Jahr hatte der Landesbetrieb Mobilität eine Verkehrsbefragung an der Ortsdurchfahrt Braubach durchgeführt. Das Ziel: Aktuelle Zahlen zu ermitteln, um festzustellen, wie viele Fahrzeuge das Nadelöhr am Obertor täglich passieren und die Anwohner der Durchfahrtsstraßen stark belasten. Jetzt liegen offenbar erste Resultate vor, so das Ergebnis einer kleinen Anfrage im rheinland-pfälzischen Landtag, die Landtagsabgeordneter Matthias Lammert (CDU) nun der CDU Loreley und der CDU Braubach vorgelegt hat, so CDU Gemeindeverbandsvorsitzender Dennis Maxeiner.
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Aus der Antwort des Infrastrukturministeriums ergibt sich eine tägliche Maximalbelastung von 9.000 Kfz. "Ein sehr hohes Fahrzeugaufkommen also, das die Anwohner zurecht mit einer Bürgerinitiative aktiv werden und für eine Umgehungsstraße eintreten lässt", so Lammert. "Belastend ist für die Menschen vor allem das hohe Schwerlastaufkommen mitten in der Stadt." Im Ergebnis hält auch das Infrastrukturministerium fest, dass die zwei überprüften Varianten einer Umgehungsstraße "eine sehr hohe Entlastungswirkung für das Stadtzentrum von Braubach erreichen können." Im Frühjahr sollen die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie für zwei denkbare Varianten einer Umgehungsstraße vorgestellt werden.
Kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Verkehrsberuhigung sieht man dagegen vonseiten der Landesregierung nicht. Auf Anfrage wurde nämlich auch mitgeteilt: "Aus Sicht der zuständigen Behörden sind bereits alle realistisch durchführbaren Maßnahmen umgesetzt." Das wundert Lammert und Maxeiner, denn bisher habe sich der Landesbetrieb Mobilität immer gegen die einfach anzuordnende Tempo-30-Regelung ausgesprochen, die vor Ort schon längst beschlossene Sache sei, so der Landtagsabgeordnete.
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"Daher hoffe ich umso mehr, dass es nicht bei allgemeinen Ankündigungen und ewig langen Prüfungen bleibt und die Landesregierung ihren Worten bald auch Taten folgen lässt. Jetzt müssen Planungsmittel in den Landeshaushalt eingestellt werden, damit die Braubacher bald ihre Entlastungsstraße bekommen", so Lammert. Falls die beiden von der Landesregierung geprüften Varianten einer Umgehungsstraße nicht realisierbar seien, müssten neue besser geeignete Varianten gefunden werden, so Lammert. "Die Braubacher haben lange genug unter Lärm, Abgasen und Feinstaub gelitten. Daher werden wir hier vor Ort und über die CDU Landtagsfraktion auch in Mainz an diesem Thema dranbleiben und nicht locker lassen", bekräftigte Loreley-CDU-Chef Maxeiner.