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CDU Braubach informiert sich über Sanierung der Hochbrücke über die Lahn: Bürger und Unternehmen bei der Suche nach Lösungen eng einbinden

Die anstehende Sanierung der Hochbrücke über die Lahn in Lahnstein ist für viele Menschen und Unternehmen in der Region aktuell das Top-Thema, auch in Braubach. An die einseitige, testweise Sperrung der Brücke im Herbst 2019 kann sich nahezu jeder in der Region erinnern. Damals herrschten chaotische Zustände. Für eine Fahrstrecke von 10 Kilometern von Braubach nach Koblenz brauchte man teils bis zu 4 Stunden oder schaffte es erst gar nicht. Ab dem Oktober 2023 soll die Brücke, über die täglich mehr als 26 000 Fahrzeuge fahren, nun komplett gesperrt werden und das über einen Zeitraum von 15 Monaten.
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Foto: CDU im Dialog mit den von der Sanierung der Hochbrücke über die Lahn besonders betroffenen Großunternehmen der Region. Auf Einladung von Matthias Lammert, MdL, und Kreistagsmitglied Günter Groß diskutierten auch die Braubacher CDUler Manfred Legrand und Björn Dennert über die Auswirkungen der größten Baumaßnahme, die die Region seit Jahrzehnten gesehen hat.

„In der Bevölkerung herrscht Panik und bei den Unternehmen blanke Angst vor dieser Baumaßnahme. Wir alle wissen, welch große Auswirkungen die Sperrung der L335 von Dachsenhausen nach Braubach oder der Südbrücke in den vergangenen Jahren hatte. Abgesehen davon, dass eine bis Frühjahr 2021 angekündigte Sanierung der Südbrücke bis heute andauert und immer noch zu Verkehrsbeeinträchtigungen führt“, beschreibt CDU Vorstandsmitglied Manfred Legrand die Lage. „Dass Sanierungsarbeiten durchgeführt werden müssen ist allen klar, aber das muss durchdacht und extrem gut vorbereitet erfolgen und mit einem hervorragenden Kommunikationskonzept begleitet werden, bei dem alle Betroffenen mitgenommen werden“, ist sich der stellvertretende Braubacher CDU Ortsvorsitzende Björn Dennert sicher. Legrand und Dennert waren jetzt bei der Veranstaltung „CDU im Dialog“ zu diesem Thema dabei und informierten sich gemeinsam mit Unternehmern aus der Region über deren Sorgen und Nöte in Bezug auf das Bauprojekt.

Sehr viele regionale Firmen waren im Publikum vertreten und im Laufe des Abends entwickelte sich ein lebendiger Austausch, der von großem gegenseitigen Interesse geprägt war. Der CDU Kreis- und Fraktionsvorsitzende Matthias Lammert, MdL, begrüßte in den Räumlichkeiten der Firma Philippine neben deren Geschäftsführer Udo Schmitz viele Arbeitgeber größerer Unternehmen; Arbeitgeber von insgesamt 3.000 Menschen in der Region.

Die CDU-Kreistagsfraktion hatte schon in ihrer Einladung darauf hingewiesen, dass es aktuell darum gehe, Fragen der Unternehmer zu sammeln, zu bündeln und dem für die Baumaßnahme zuständigen Landesbetrieb Mobilität (LBM) weiterzuleiten. Klar ist: Die Furcht vor einem ähnlichen Chaos wie 2019 ist bei allen Betroffenen groß. Bisher steht nur fest, dass die Hauptverkehrsadern in Lahnstein „umgedreht“ werden sollen und die L335 zwischen Braubach und Dachsenhausen zeitgleich gesperrt und saniert werden wird. Der Fernverkehr ist somit gezwungen, Braubach weiträumig über das Lahntal zu umfahren oder anzufahren, was gleichzeitig auch ein großer Nachteil für den lokalen Güterverkehr ist.

Die Fragen der Betroffenen waren vielfältig: „Wie sollen – neben der Andienung von Waren – die Mitarbeitenden der Unternehmen in der Region ihre Arbeitsstellen erreichen? Wie sollen Einsatzpläne für Schichtbetriebe funktionieren? Wie können die Menschen ihre Kinder vor der Arbeit zu Kita oder Schule bringen? Wie sollen Waren angeliefert werden, wenn Straßen zum Teil statt in einer Richtung beidseitig geöffnet werden und Parkplätze, die auch zum Entladen genutzt werden, entfallen?“ Von Umsatzeinbußen in Höhe von mindestens 20 Prozent bis hin zur Existenzfrage war die Rede. Schon jetzt scheint klar, dass ohne weitere Maßnahmen zahlreiche Arbeitsplätze gefährdet sind, wenn auch viele Kunden aus dem Taunus, dem Westerwald und Teilen von Koblenz nicht mehr zu den Geschäften fahren können.

Aber es gibt nicht nur große Sorgen, die in der Veranstaltung geäußert wurden, sondern auch viele gute Ideen, wie man die Folgen der Brückensperrung abmildern könnte. So wurde zum Beispiel hinterfragt, ob eine Vollsperrung wirklich unumgänglich sei. Auch müsse geprüft werden, ob man in der Umbauzeit das Nachtfahrandienungsverbot aufheben könne. Bereits jetzt sei die Brücke nicht permanent und zu jeder Zeit gleich stark belastet. Deshalb gab es den Vorschlag, die Stauzeiten zu ermitteln, um außerhalb dieser Zeit verstärkt zu arbeiten. „Arbeiten in der Nacht sind an anderen Baustellen üblich – warum soll es in Lahnstein nicht möglich sein?“, lautete eine deutliche Frage, wie auch die nach einem Fährbetrieb zwischen Braubach und Spay.

Schließlich kritisierten die Gäste die Kommunikationspolitik des LBM und, dass die Betroffenen bisher nicht beteiligt werden an der Planung dieser brisanten und existentiell wichtigen Sanierungsmaßnahme und ihrer Auswirkungen. „Wir erwarten von allen Verantwortlichen in Politik und Verwaltung vollständige Transparenz bei allen laufenden und noch anstehenden Planungen dieser Baumaßnahme. Das kann von Einwohnerversammlungen in den betroffenen Orten bis hin zu Veröffentlichungen in den sozialen Netzwerken oder der örtlichen Presse gehen. Eine dürre Pressemitteilung oder Informationen in Ratsgremien zu liefern, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten liefern, wird jedenfalls nicht reichen“, ist sich die CDU Braubach sicher. „Die Kommunikation der anstehenden Maßnahme ist das A und O, damit die Menschen sehen, dass sie mit ihren Sorgen und Anregungen rund um diese größte Baumaßnahme, die unsere Region seit Jahrzehnten gesehen hat, auch ernst genommen werden und alles getan wird, um die Verkehrsprobleme, die diese Sanierungsarbeiten notgedrungen mit sich bringen werden, so gering wie möglich gehalten werden.“

 

 


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