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Ortsverband Nastätten

Die nunmehr vierte Brunnenwanderung führte den Ortsverband Nastätten an den Marienfelser Sauerbrunnen. Auf geschichtsträchtigem Boden konnte Vorsitzender Andreas Müller zahlreiche Mitglieder und Freunde begrüßen, darunter Nastättens 1. Beigeordneten Joachim Rzeniecki.
Marienfels Nastätten
Müller dankte seinem Vorgänger und jetzigen Stellvertreter Heinz-Erich Fischer, der schon viele gelungene Treffen organisierte.
Fischer erinnerte an die Mineralbrunnenbesuche im Nastätter Schwall, in Buch und in Holzhausen/Rettert. Jedes Mal hatte er in Dr. Heiner Keltsch einen versierten Referenten gefunden, der die Geschichte der Brunnen umriss und ihre Zusammensetzung und Wirksamkeit als promovierter Chemiker fachkundig erläuterte. Auch dieses Mal hatte er einen ganzen Rucksack voller Informationsmaterial mitgebracht, beschrieb die Bedeutung von Marienfels in römischer Zeit, schilderte in epischer Breite das bewegte Leben des Gajus Julius Caesar und berichtete anschaulich über den Bau des Limes, der das römische Weltreich sichern sollte. Dieser Grenzwall zog sich auch durch den heutigen Rhein-Lahn-Kreis. Wo die Kastelle und Wachttürme lagen, weiß man heute sehr genau. Ausführlich schilderte Dr. Heiner Keltsch die Situation am Oberrhein vor seiner Begradigung, die die Wasserstrecke von Basel bis Mainz in etwa halbierte. Dann beschrieb er den Taunuslimes und das großzügig angelegte Marienfelser Bad, das der Erholung der hier stationierten Legionäre diente. In einer umfangreichen Analyse verglich er das Wasser des Mineralbrunnens mit dem des Mühlbachs: Sauerwasser hat nur wenig Sauerstoff, aber mehr Salz, Kohlendioxid, Eisen und Mangan. Dies führt zu einer deutlichen Verringerung des Bakterienwachstums: Sauerwasser ist wesentlich länger haltbar, war für die Speisung der hiesigen Therme gut geeignet und für die römischen Soldaten eine willkommene hygienische Erfrischung. Natürlich hatte man Becher mitgebracht und probierte die Marienfelser Römerquelle gern.
Um viele neue Erkenntnisse reicher kehrten alle in die „Krone“ zurück und konnten dort Verbandsbürgermeister Jens Güllering und seinen Beigeordneten Martin Gasteyer begrüßen. Bei einem lebhaften Meinungs- und Gedankenaustausch schmeckten die beliebten „Krone“-Schnitzel besonders gut.

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