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In Ehr rollen bald die Bagger

CDU informiert sich über große Infrastrukturmaßnahmen in kleiner Ortsgemeinde

Die CDU-Fraktion aus dem Rat der Verbandsgemeinde Nastätten besuchte die Ortsgemeinde Ehr um sich von Ortsbürgermeister Klaus Brand über anstehende Infrastrukturprojekte informieren zu lassen. „Im Zusammenhang mit der Realisierung der neuen Umgehungsstraße Marienfels-Miehlen wurde festgelegt, dass das Teilstück der Kreisstraße 74 (K 74) zwischen Ehr und Marienfels den Status einer Kreisstraße verliert und zukünftig als Gemeindestraße bewertet wird. Als Folge der Straßenumwidmung stehen in Ehr zwei größere Maßnahmen an: Ein Buswendeplatz wird gebaut und die Straße in Richtung Dachsenhausen wird ausgebaut“, sagt Klaus Brand.
EHR CDU
Ehr ist mit aktuell 80 Einwohnern die kleinste eigenständige Gemeinde im Blauen Ländchen. Es gibt einen westlichen und einen östlichen Anschluss an die Landesstraße 335 (L 335). Beide sind noch als Kreisstraßen klassifiziert. Weil das Straßengesetz jedoch vorschreibt, dass bei niedriger Frequentierung eine einzelne Ortsanbindung ausreicht, wird die östliche Zuwegung, welche in Richtung Marienfels unter der neuen Ehrbachtalbrücke hindurchführt, zur Gemeindestraße abgestuft. Die Folge ist, dass der Rhein-Lahn-Kreis nicht mehr Straßenbaulaulastträger ist und sich dann auch nicht mehr um den Unterhalt der Strecke zu kümmern hat. Die Ortsgemeinde Ehr muss die Aufgabe bald übernehmen. Dazu der CDU-Fraktionsvorsitzende im Verbandsgemeinderat Martin Gasteyer: „Das schließt auch Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und die winterlichen Streu- und Räumdienste mit ein. Der Streckenabschnitt ist rund einen Kilometer lang. Für eine kleine Ortsgemeinde kann die Pflege einen erheblichen Aufwand bedeuten.“

Weil zukünftig Busse nur noch über den westlichen Anschlussteil aus Dachsenhäusener Richtung nach Ehr fahren sollen und den gleichen Weg wieder zurück nehmen sollen, wird eine Buswendeanlage mit Haltestelle errichtet. Am 7. August wird der Spatenstich erfolgen. Ortsbürgermeister Klaus Brand erklärt: „Die Wendemöglichkeit führt um das Feuerwehrgerätehaus und der Haltepunkt wird an der Hauptstraße errichtet. Die erforderlichen Grundstücke hat die Ortsgemeinde bereits erworben. Auf die veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von 234.000 Euro wird ein Landeszuschuss von 170.000 Euro angerechnet. Klaus Brand stellt fest: „64.000 Euro übernimmt die Ortsgemeinde. Das ist sehr viel Geld für unsere überschaubare Gemeindekasse.“

Später soll dann der Ausbau des westlichen Teilstücks der Kreisstraße 74 von der Ortsgrenze bis zur Landesstraße 335 in Richtung Dachsenhausen erfolgen. Die Maßnahme ist im Kreisstraßenbauprogramm für das Jahr 2022 eingeplant. „Damit sichere und übersichtliche Abbiegemöglichkeiten von Ehr kommend auf die Landesstraße gewährleistet sind und der Verkehrsfluss nicht behindert wird, plant das Land außerdem einen Umbau des Anschlusspunktes der K 74 an die L 335“, so Klaus Brand.

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