56. „CDU im Dialog“ – das Technische Hilfswerk

Eine lebendige Gesellschaft lebt vom regen Austausch miteinander. Aus diesem Grund hat die CDU-Kreistagsfraktion „CDU im Dialog“ ins Leben gerufen, um regelmäßig - auch außerhalb von Wahlkampfzeiten - mit Bürgern und Vertretern verschiedener Institutionen ins Gespräch zu kommen. Vorsitzender Matthias Lammert (MdL) und die beiden Stellvertreter Günter Groß und Jens Güllering luden diesmal nach Lahnstein ein.

In der 56. "CDU im Dialog"-Veranstaltung der CDU Rhein-Lahn begrüßte CDU-Kreis- und Fraktionsvorsitzender Matthias Lammert (MdL) die anwesenden Gäste auf dem THW-Gelände in Friedrichssegen.

Ortsbeauftragter Stephan Heinz und sein Stellvertreter Christian Grunert läuterten nach einem Rundgang auf dem Gelände des THW zunächst die Struktur des Technischen Hilfswerks, das als Bundesbehörde beim Bundesinnenministerium angesiedelt ist.  So werden von Bonn aus die 8 Landesverbände mit 66 Regionalstellen und 668 Ortsverbänden geleitet. Neben einer Bundesschule, die an 3 Standorten vertreten ist, wird noch ein Logistikzentrum und ein Zentrales Auslandslager unterhalten. Insgesamt sind bundesweit ca. 80.000 freiwillige Helfer und ca. 1.200 hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt.

Dem Ortsverband Lahnstein gehören 79 Helfer und 21 Junghelfer an. Als aktuelle Entwicklung bezeichneten die THW`ler, dass der Schutz kritischer Infrastrukturen zunehmend im Fokus stehe und auch neue Facheinheiten aufgebaut würden. Und dies neben den drei Einsatzbereichen: 1.) technische Hilfe nach dem Gesetz über den Zivilschutz 2) technische Hilfe im Auftrag der Bundesregierung im Ausland und 3.) technische Hilfe bei der Bekämpfung von Katastrophen, öffentlichen Notständen und Unglücksfällen größeren Ausmaßes auf Anforderung der für Gefahrenabwehr zuständigen Stelle. Weiterhin sei aber vor allem die Gewinnung ehrenamtlicher Helfer eine große Herausforderung; so engagiere sich der THW-OV Lahnstein auch seit diesem Jahr im Bundesfreiwilligendienst. Als Stadt, die an zwei Flüssen liegt, spielt das Thema „Wassergefahren“ eine besondere Rolle. So gibt es eine Fachgruppe für Rettungs- Bergungs- und Sicherungsarbeiten auf dem Wasser. Diese Fachgruppe kann auch bei Deich- und Dammsicherungsarbeiten mitwirken und ist mit einem LKW mit Ladekran und 4 Booten ausgestattet. Als kritisch sehen die THW`ler, dass lediglich an einer Rampe in Lahnstein (Höhe Martinsschloss) Boote zu Wasser gelassen werden können.

Als eine von 7 Einheiten wird der OV Lahnstein künftig mit einer Großpumpe ausgestattet werden. Diese kann dann 25.000 Liter pro Minute pumpen und bei Überschwemmungen, Verunreinigungen von Flussläufen oder Kanalsystemen sowie bei der Wasserförderung über lange Wegstrecken (Unterstützung der Feuerwehr) eingesetzt werden. Auch für den Kreis betreibt der OV einige Ausstattungen wie z.B. eine Sandsackfüllanlage. Am Ende betonte Stephan Heinz die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, die das THW im Rahmen der örtlichen Gefahrenabwehr anfordern kann. Auch über diverse Auslandseinsätze konnte der Ortsbeauftragte berichten. So war er mit seinem Spürhund bei verschiedenen Katastrophen, z.B. in Fukushima, in Pakistan oder im Kosovo mit dabei. Am Ende der Veranstaltung dankte der stv. Fraktionsvorsitzende Günter Groß den THW-Verantwortlichen für deren engagierten Vortrag, vor allem aber für das Engagement der THW`ler, die neben ihren eigentlichen Aufgaben auch noch zahlreiche Stunden in die Verbesserung der Infrastruktur ihrer Liegenschaft stecken. Die nächste CDU-im-Dialog Veranstaltung findet am 25.11.2019 in der Verbandsgemeinde Bad-Ems-Nassau statt.
CDU im Dialog THW 1

Stephan Heinz (5.v.re) und Christian Grunert (6. v.re) gaben einen spannenden Einblick in die Arbeit des THW Ortsverbandes Lahnstein.