CDU unterstützt Pilotprojekt „Heil und Gesundheitswald“

CDU im Dialog vor Ort im „Brukergarten“ in Lahnstein

Eine lebendige Gesellschaft lebt vom regen Austausch miteinander. Aus diesem Grund hat die CDU-Kreistagsfraktion 2014 „CDU im Dialog“ ins Leben gerufen, um auch außerhalb von Wahlkampfzeiten mit Bürgern und Vertretern verschiedener Institutionen ins Gespräch zu kommen. Vorsitzender Matthias Lammert, MdL und die beiden Stellvertreter Günter Groß und Udo Rau luden diesmal nach Lahnstein auf der Höhe in den „Brukergarten“ ein. 

CDU-Kreisvorsitzender und Fraktionschef Matthias Lammert, MdL begrüßte neben den Referenten Petra Daum und Leo Cremer auch den Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein Peter Labonte sowie Bürgermeister Adalbert Dornbusch.

Die Geschäftsführerin der Gesellschaft für Gesundheitsberatung (GGB) Petra Daum erläuterte im Brukergarten – einem seit 2014 der Öffentlichkeit zugänglichen therapeutischen Garten – das Thema Gesundheit aus Sicht der GGB. Ernährungsbedingte Krankheiten, so Daum, nehmen immer mehr zu, d.h. vor allem Rheuma, Erkrankungen der Bewegungsorgane, Zuckerkrankheit aber auch Erkrankungen der Verdauungsorgane. Auch an Krebs sei eine falsche Ernährung oft in erheblichem Maße beteiligt. Sie machte deutlich, dass durch eine vitalreiche Vollwertkost viele Krankheiten verhütet und chronische Leiden gelindert werden könnten.
CDU im Dialog im Brukergarten Lahnstein

Forstamtsleiter Leo Cremer erläuterte in seinem Vortrag die Idee des „Heil- und Gesundheitswaldes“. Dies ist als ein Pilotprojekt in Rheinland-Pfalz mittlerweile auf den Weg gebracht. Die Stadt Lahnstein gehört zu den größten waldbesitzenden Kommunen in Rheinland-Pfalz, das wiederum mit Hessen das waldreichste Bundesland der Bundesrepublik ist. Rund 62 % der Fläche Lahnsteins sind Wald – das entspricht rund 1860 Hektar, wobei rund 10% für den Heil und Gesundheitswald vorgesehen sind. Cremer erläuterte die Chancen, die sich aus dem Projekt ergeben: so ist der Wald als Erholungsraum ein gesellschaftlicher Megatrend, bietet zusätzlichen Therapieraum und passt zur BuGa Bewerbung des Oberen Mittelrheintals. Leo Cremer ging auf den Unterschied verschiedener Klassifikationen ein und machte deutlich, dass der Heil- und Gesundheitswald mehr ist als der reine Erholungswald, weil er ein hohes Maß gesundheitsfördernder Aspekte beinhaltet. OB Labonte ergänzte aus Sicht der Stadt, dass der Gesundheitsstandort Lahnstein mit der Klinik Lahnhöhe eine Aufwertung erfahre und mit innovativen gesundheitstouristischen Angeboten neue Potenziale erschlossen werden können. Ebenso wies der Lahnsteiner Stadtchef auf den Erfahrungsaustausch mit der Stadt Heringsdorf in Mecklenburg-Vorpommern hin. Eine Lahnsteiner Delegation hatte bei ihrem Besuch, bei der auch Vertreter von Landesforsten Rheinland-Pfalz eingebunden waren, eine Zusammenarbeit mit dem Ostseebad vereinbart.

Am Ende der interessanten Veranstaltung, bei der alle Gäste von der GGB mit leckeren Vollkornschnittchen verköstigt wurden, dankte der stv. CDU-Fraktionsvorsitzende Günter Groß für die Gastfreundschaft und die spannenden Einblicke.

Die nächste „CDU im Dialog“ Veranstaltung findet am 22. Oktober in Hahnstätten statt.