41. „CDU im Dialog“ zu Besuch beim Aero-Club Nastätten

Eine lebendige Gesellschaft lebt vom regen Austausch miteinander. Aus diesem Grund hat die CDU-Kreistagsfraktion in 2014 „CDU im Dialog“ ins Leben gerufen, um regelmäßig - auch außerhalb von Wahlkampfzeiten - mit Bürgern und Vertretern verschiedener Institutionen ins Gespräch zu kommen. Vorsitzender Matthias Lammert (MdL) und die beiden Stellvertreter Günter Groß und Udo Rau luden diesmal nach Braubach ein.
CDU-Kreis- und Fraktionsvorsitzender Matthias Lammert konnte auf dem Segelflugplatz in Nastätten bei hochsommerlichen Temperaturen Politiker aller parlamentarischen Ebenen vom Bundestag bis zum Gemeinderat zur 41. „CDU im Dialog“- Veranstaltung begrüßen. Neben dem Bundestagsabgeordneten Dr. Andreas Nick waren der Bürgermeister der VG Nastätten Jens Güllering, Stadtbürgermeister Jochen Rzeniecki, einige Ortsbürgermeister und zahlreiche weitere Kommunalpolitiker anwesend.
„Heute sieht man wirklich was“, so Lammert. Vorsitzender Thomas Paulsen informierte die Gäste über den Flugbetrieb und alles, was damit zu tun hat. Schon 1951 gründete sich ein Aeroclub Wiesbaden, der wegen des nahen Rhein-Main-Flughafens sein Fluggelände auf der Platte aufgeben musste und 1974 nach Nastätten umsiedelte. Folgerichtig nannte man sich nach einigen Eingewöhnungsjahren Aeroclub Nastätten und wechselte vom hessischen zum rheinland-pfälzischen Landesverband. Heute zählt der Club rund 85 Aktive, darunter 18 Fluglehrer, und noch wesentlich mehr Förderer. Etwa 30 Jugendliche sprechen für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Was immer wieder zu Erstaunen füht ist die Tatsache, dass die Ausbildung schon mit 14 Jahren möglich ist.
„Segelfliegen ist Persönlichkeitsbildung“, so Thomas Paulsen. Der Nachwuchs rekrutiert sich überwiegend aus dem Blauen Ländchen und muss auch eine Menge Theorie büffeln. Die Verantwortlichen des Vereins erklärten den Gästen auch, das Gelände und Gebäude inzwischen Eigentum des Clubs sind. Auch dieses Eigentum muss – wie die Flugzeuge selbst – in Schuss gehalten werden. Der ACN (Aero Club Nastätten) fliegt aktuell in der ersten Bundesliga und ist somit jedes Wochenende im Sommer auf der Jagd nach Punkten. Im Rahmen der sich anschließenden Diskussion erfuhren die Anwesenden, dass für Segelflieger Flughöhen bis 3000 m gestattet sind. Darüber hinaus erläuterte Paulsen, dass der Club weiterhin auf Motorflugzeuge verzichtet und dass es eine Bordtoilette nicht gibt, was wiederum zu angeregten Diskussionen führte.
Ein Rundgang durch die Werkstatt, den Briefing-Raum, zum Vereinsheim und auf den Grillplatz mit den bescheidenen Übernachtungsmöglichkeiten rundeten die Informationen rund um den ACN ab. Man lernte die Hallen kennen, die Schleppfahrzeuge mit dem Rettungswagen, die Motorwinde für 1000 m Schleppstrecke und den Platz mit zwei Start- und Landebahnen. Auch die zunehmende Drohnengefahr und die Praxis des „Wandersegelflugs“ wurden angesprochen.
Bürgermeister Jens Güllering dankte in seinem Schlusswort für die Fülle an Informationen, fand die Jugendarbeit des Clubs vorbildlich und nannte den Segelflug ein Hobby mit Sport und viel gemeinsamer Arbeit.
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