CDU im Dialog: „Gesundheit“ war Thema in der Hufelandklinik

Mit der Veranstaltungsreihe „CDU im Dialog“ thematisiert die CDU-Kreistagsfraktion ab sofort jeden Monat ein spezielles Thema. Diesmal hatten Fraktionsvorsitzender Matthias Lammert, MdL und seine beiden stellv. Fraktionsvorsitzenden Josef Oster und Günter Groß zum Thema „Gesundheit“ eingeladen. Gastgeber Stephan Stork – kaufmännischer Direktor der Hufelandklinik – nutzte die Gelegenheit „sein“ Haus und dessen Leistungen vorzustellen.
CDU im Dialog Gesundheit Blick auf das  Podium
Das Podium bildeten (von rechts): Josef Oster (stv. Fraktionsvorsitzender), Stephan Stork (kfm. Direktor), Dr. Erich Krausbeck, Matthias Lammert,  MdL (CDU-Kreis- und Fraktionsvorsitzender) und Günter Groß (stv. Fraktionsvorsitzender)

Schwerpunkt der Klinik sei das gesamte Spektrum der Lungenerkrankungen einschließlich chronischer Atemwegserkrankungen, wes-halb die Klinik im Volksmund auch scherzhaft „Hustenranch“ genannt würde. Mit 300 Beschäf-tigten ist die Klinik, die mit dem Marienkrankenhaus Nassau die „Katholische  Kliniken Lahn“ bilden, zudem ein großer Arbeitgeber der Region.

Zum Thema „Wie viel Gesundheit können wir uns noch leisten?“ sprach Dr. Erich Krausbeck aus Bad Ems. Sein Credo: Der Arztberuf muss angesichts der demografischen Entwicklung wieder attraktiver gestaltet werden, „wir müssen Menschen begeistern, an und mit Menschen zu arbeiten“. „Die Alterspyramide der Bevölkerung“,  so Krausbeck, „trifft den Ärztestand ja auch. In 10 Jahren wird der durchschnittliche Landarzt im Rentenalter sein.“ Hinzu komme, dass  aufgrund der Zulassungsvoraussetzungen zwischenzeitlich mehr als 70 % der Medizin-studenten weiblich seien, was sich auf das spätere Berufsleben entsprechend auswirke. So streben gerade Frauen Teilzeitmöglichkeiten an, was den Ärztemangel auf dem Land tenden-ziell weiter verschlechtern werde, wenn nicht infrastrukturelle Voraussetzungen vorliegen (Kindergarten, Schule, Freizeitmöglichkeiten, Sport- und Kulturangebote).
CDU im Dialog Gesundheit Referent Dr. Krausbeck
In der anschließenden regen Diskussion wurden einige Vorschläge gemacht, die Landtagsab-geordneter Matthias Lammert aufnahm. Dort, wo nicht das Land zuständig sei, wolle man die Themen an die Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Fuchs und Dr. Andreas Nick weiterlei-ten, versprach der CDU-Kreisvorsitzende. Angefangen von der Anregung, für Bürokratieabbau im Ärzteberuf zu sorgen, über das Thema medizinischer Dienst, der sich selbst  zu einem „Bürokratiemonster“ entwickelt hat und dazu führt, dass Menschen in Pflegeberufen sich nicht mehr ihren eigentlichen Aufgaben zuwenden können, bis hin zur Anregung, den Numerus Clausus zu überdenken. „Wir lassen Abiturienten mit einem 2-er Zeugnis nicht zu, bedienen uns dann aber vieler aus-ländischer Ärzte ohne zu wissen, welche Zugangsvoraussetzungen im Herkunftsland beste-hen. Warum nicht ohne numerus clausus auf Staatskosten studieren mit der anschließenden Verpflichtung als „Landarzt“ eingesetzt zu werden?“, so der abschließende Tenor.

Die nächste Veranstaltung der Reihe „CDU im Dialog“ findet zum Thema „Wirtschaft“ am 27.10.2014 in Lahnstein statt.